Novartis streicht in Basel bis zu 130 Stellen

Der Pharmakonzern Novartis plant in Basel den Abbau von bis zu 130 Arbeitsplätzen.
Grund ist die geplante Einstellung der dortigen kleinvolumigen Produktion von Biologika bis Ende 2027, wie der Konzern mitteilt.
Künftig sollen andere Biologika-Standorte weltweit die Aufgaben der Basler Fabrik übernehmen, wie es weiter heisst.

Artikel von SRF (2.9.2026)

Hintergrund der Produktionsaufgabe sei, dass einzelne Mietverträge am Standort Kleinbasel ausliefen. Deshalb würden weitere Tätigkeiten vom Stadtteil Kleinbasel an den Novartis-Campus auf der anderen Rheinseite verlagert, so das Communiqué. Dazu zählten Labore für biologische Zellbanken, analytische Testverfahren und technische Entwicklungsaktivitäten.

Der Umzug stelle den nächsten Schritt der bereits angekündigten Pläne dar, auf dem Campus ein neues Zentrum für die technische Entwicklung von Biologika aufzubauen, heisst es im Communiqué weiter. Dieses solle das bestehende Forschungszentrum für Biologika ergänzen.

Alle geplanten Änderungen stehen laut den Angaben unter dem Vorbehalt des Informations- und Konsultationsprozesses. Novartis setze sich dafür ein, betroffene Mitarbeitende mit einer Reihe von Angeboten zu unterstützen – unter anderem einem lange laufenden Sozialplan.

Unia fordert Verzicht auf Entlassungen

Die Gewerkschaft Unia zeigt sich in einer ersten Reaktion «alarmiert angesichts des fortschreitenden Abbaus von Produktionsstellen in der Schweiz». Die Ankündigung erfolge neun Monate nach der Bekanntgabe des letzten grossen Stellenabbaus in Stein, Aargau. Seit 2018 habe Novartis somit fast 3000 Stellen in der Schweiz abgebaut.

Die Unia fordert vom Basler Konzern daher «den Verzicht auf jegliche Entlassungen und die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmenden an einem anderen Standort in der Nordwestschweiz, statt die Produktion ins Ausland zu verlagern», wie es in der Mitteilung heisst.

Artikel von SRF (2.9.2026) 

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