Novartis Geldwäsche-Affäre in China

Novartis sieht sich in China der Anklage der Geldwäsche ausgesetzt. Mit Hilfe von akademischen Schein-Aktivitäten zahlte Novartis klinischen Ärzt*innen Kickbacks, um den Absatz neuer Medikamente wie Benazepril und DIOVAN (Valsartan)-Tabletten zu fördern.

Eine Mitarbeitende einer Novartis-Tochterfirma wird der Geldwäsche angeschuldigt. Auf Zhihu, Chinas Quora-ähnlicher Wissensaustauschs-Plattform, wurden “fake” akadamische Aktivitäten angeboten. Novartis soll den klinischen Arzt*innen an Stelle der Entlöhnung für diese Aktivitäten Kickbacks gezahlt haben, damit diese Novartis-Medikamente wie Benazepril und DIOVAN (Valsartan)-Tabletten bewerben.

China: Wichtiger Pharma-Markt

China ist der zweit grösste Pharma-Markt weltweit. Novartis CEO Vas Narasimhan erklärt im März 2018 gegenüber Bloomberg Television das Ziel, den Umsatz in China in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln.

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