Glivec-Deal mit Thailand

Anfangs 2008 kann Novartis mit der thailändischen Regierung einen Deal machen, um die Aufhebung des Patentrechts u.a. auf das Krebsmedikament Glivec/Gleevec zu verhindern.

Novartis erklärt sich einverstanden, ihr Krebsmedikament Glivec an Menschen mit sehr geringem Einkommen in Thailand gratis abzugeben. Im Gegenzug wird ihr Patent auf Glivec nicht zurückgezogen. Es werden schätzungsweise 900 Patienten davon profitieren, wohingegen die Patentierung den Weg für billige Generika aus dem Ausland blockiert.

In Indien wählt Novartis den Weg über das Gericht mittels einer Klage und verliert im 2013 den Streit um das Patentrecht (mehr dazu unter: Novartis klagt gegen Patentrecht). Während in Kolumbien im Jahr 2012 das Patent an Glivec anerkennt wird, aber die Streitigkeit über die Reduktion des Medikamentenpreises und eine allfällige Zwanglinzenzierung sich weiterziehen (siehe mehr dazu unter: Novartis-Lobbying gegen Kolumbianische Zwangslizenz).

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